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Justine de MérgesLederdesign
Die Entstehung

Wie aus einem Wunsch ein Etui wurde

Keine Werkstatt, keine Maschinen. Nur die Messer, die wir lieben, ein Zeichenblock und viele Gespräche mit Kunden, Schmieden und einer Lederfabrik. Die Geschichte in zehn Kapiteln.

1
Lederscheide von Justine de Mérges am Gürtel getragen
Der Anfang

Was unseren Kunden fehlte

Seit 1995 verkaufen wir Laguiole-Messer, und eine Menge Messer und Lederscheiden sind in dieser Zeit durch unsere Hände gegangen. Viele unserer Kunden stellen ihr Laguiole nicht nur in die Vitrine, sie benutzen es auch zum Schneiden.

Irgendwann fiel uns auf: Die Kunden griffen zu immer hochwertigeren Messern, aber ein wirklich schönes Etui für den Gürtel vermissten sie. Aus diesem Mangel wurde der Wunsch, selbst eins zu entwickeln.

2
Die Anforderungen

Kein Etui wie die anderen

Im neu gegründeten Kreativ-Team haben wir zuerst aufgeschrieben, was das Etui können muss. An erster Stelle stand der Wunsch nach einer Lederscheide, die keinem bisherigen Produkt ähnelt.

Die Hinweise unserer Kunden halfen dabei am meisten. Sie zeigten auf die Nieten und Metallteile an vielen Etuis: genau dort entstehen die Kratzer auf dem Griff. Also sollte unsere Scheide ganz ohne Metall auskommen, trotzdem sicher schließen und stabil am Gürtel hängen.

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Geöffnete Lederscheide PIGORA mit Laguiole-Messer
Zeichnung und Modell

Erst Papier, dann ein Modell

Nach etlichen Zeichnungen hatte sich die Form herausgeschält. Um sie in der Hand zu haben, bauten wir ein einfaches Modell. Passt ein Laguiole hinein? Sieht es dreidimensional so aus, wie wir es uns vorgestellt hatten?

An manchen Stellen sollte das Etui aus mehreren Lederschichten bestehen. Es musste sich trotzdem nähen lassen und durfte am Ende nicht klobig wirken.

4
Formstabile Lasche einer Lederscheide mit Prägung Justine de Mérges Collection
Die Form

Zwölf Stunden in Form

Die obere Schicht sollte formstabil sein, damit das Messer einfach hineingleitet und genauso leicht wieder herauskommt. Dafür wird das nasse Leder zwölf Stunden lang in eine Form gespannt, die wir eigens dafür gestaltet haben.

Das gelingt nur mit bestimmten hochwertigen Ledersorten. Zum Glück waren das genau die, die wir ohnehin verwenden wollten.

12 Stunden nass gespannteigene Formpflanzlich gegerbt
5
Zweifarbige Lederscheide WALDON in Cognac und Schwarz
Die Farben

Schwarz oder Braun war zu wenig

Als Funktion und Größe standen, haben die Damen im Kreativ-Team an der äußeren Erscheinung gefeilt. Einfach nur schwarz oder braun passte nicht zu dem Anspruch, etwas Außergewöhnliches zu machen.

So entstand die zweifarbige Scheide, bei der jede Farbe eine Aufgabe hat, und eine einfarbige Variante mit farblich abgesetzten Nähten.

6
Prägung Justine de Mérges Collection auf einer Lederscheide
Der Ort

Spanien oder Deutschland?

Zuerst wollten wir das Etui in Spanien fertigen lassen, die Spanier sind für ihre Lederarbeiten bekannt. Nach dem Treffen mit dem deutschen Hersteller des ersten echten Musters war klar: Unsere Ansprüche verlangen eine enge Zusammenarbeit, auch später in der Serie. Das geht nur, wenn die Fabrik nah ist.

Den Mustermacher und den Inhaber der Lederfabrik haben wir in die Entwicklung geholt. Ihre Jahrzehnte an Erfahrung stecken in jedem Etui. Heute wird in Solingen gefertigt, und auf jede Lederscheide prägen wir mit Stolz „Made in Germany".

7
Die Erfindung

Damast auf Leder

Das Damastmuster einer Klinge hat Justin schon immer fasziniert. Bei den Besuchen in den Schmieden hat er genau hingeschaut, wie so eine Klinge geschmiedet wird. Beim Leder hatte er endlich die Gelegenheit, selbst ein Damastmuster zu entwerfen. Nicht mit Stahl und Feuer, sondern mit seinen Mitteln: dem Stift.

Dahinter stecken viele Stunden Arbeit und mehrere Teams. Designer haben viele Damastmuster untersucht, Lasergraveure prüften, was sich umsetzen lässt, Lederfabrikanten beurteilten die Wirkung auf dem Leder. Als die ersten Muster fertig waren, war die Überraschung groß: Das Damastleder sah edel aus, genau wie erhofft.

Sehen Sie selbst

Das Muster unter der Lupe

Die Linien laufen wie die Lagen einer geschmiedeten Klinge über das Leder. Ein Etui aus Damastleder ist für uns die angemessene Umgebung für ein Laguiole-Messer.

Fahren Sie mit der Maus über das Leder
8
Die sechs Farben der Steck-Etuis aus Damastleder als Fächer Steck-Etui PESSAC wird mit dem Druckknopf geöffnet
Das Steck-Etui

Für die Hosentasche

Als nächstes sollte ein Etui für alle entstehen, die ihr Messer nicht am Gürtel tragen. Das Damastleder gibt ihm die nötige Würde. Wer es aus der Hosentasche oder die Dame aus der Handtasche holt, soll sofort sehen, dass darin ein Kunstobjekt steckt.

Ein Druckknopf hält das Messer sicher, andere Dinge in der Tasche können ihm nichts anhaben. Sechs Farben passen zu der großen Vielfalt der Griffmaterialien.

16 x 5 cmfür Messer mit 10 bis 12 cm6 FarbenXXL für große Messer
9
Geöffnetes Lederetui CHARENTE mit vier Laguiole-Messern Lederetui LYON für zwei Laguiole-Messer, geöffnet
Die Aufbewahrung

Ein Zuhause für die Sammlung

Für zwei oder vier Messer: Aufgeklappt stehen die Messer auf einer samtigen Oberfläche. Sie brauchen sich um die Unterlage keine Sorgen zu machen, nichts zerkratzt.

Geschlossen wird das Etui mit einem feinen Lederriemchen, so traditionell wie das Laguiole selbst.

10
Schräg tragbare Lederscheide ARGETO mit Lasche aus Damastleder Aufbewahrungsetui CHEVALIER geöffnet mit vier Messern
Und dann ging es weiter

Jedes Etui zieht das nächste nach sich

Der Erfolg bei Kunden und auch bei den Schmieden hat uns angetrieben. Es folgten schräg getragene Scheiden wie ARGETO, bei der das Damastleder die Lasche ziert, Sondereditionen mit geprägter Biene und Ranke, Scheiden aus Kamelleder, Steck-Etuis in XXL für die großen Laguiole- und Thiers-Messer und zuletzt CHEVALIER mit dem gravierten Ritter.

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Wie es sich für ein Etui gehört, das ein Laguiole-Messer trägt, erkennt man darin am Ende die Liebe der Macher.Aus der Entstehungsgeschichte der ersten Lederscheide
Im Film

Die Etuis in der Hand

Justine de Mérges Steck-Etui aus Damastleder für Laguiole-Taschenmesser

Edel und made in Germany: Justine de Mérges Lederetuis für Laguiole-Taschenmesser

Laguiole-Lederetuis für Gürtel aus Rind/Kamelleder von Justine de Mérges, Made in Germany

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